LV1871 - Sterbegeld Plus - Rechner

Einzelmord, Serienmord, Massenmord – zu allen Zeiten hat es in der Geschichte die unterschiedlichsten Mordfälle und Motive gegeben. Dabei waren der Fantasie oft keine Grenzen gesetzt: Wer die Mittel hatte, konnte auch Morde im großen Stil begehen und blieb lange Zeit unentdeckt. Viele dieser Mörder haben sich durch ihre ungewöhnlich brutalen und aufwendigen Taten unsterblich gemacht und gingen in die Kriminalgeschichte ein.

Peter Kürten – der Vampir von Düsseldorf

Peter Kürten – ein nach außen hin durchschnittlicher Ehemann – hat insgesamt neun Morde zu verantworten. Acht davon geschahen im Jahr 1929 in Düsseldorf. Den ersten Mord hatte er bereits 1913 an einem neunjährigen Mädchen begangen. Seine Opfer waren ausschließlich Frauen und Kinder, deren Vertrauen er sich mit gemeinsamen Unternehmungen, Geschenken und gefälschten Papieren erschlich. Als Tatwaffen benutzte Kürten überwiegend Scheren und Dolche, mit denen er Frauen beziehungsweise Mädchen nach einigen Treffen erstach. Seinen Beinamen „Vampir von Düsseldorf“ bekam Kürten, weil er in einigen Fällen das Blut seiner Opfer trank.

Eines seiner Opfer war die Hausangestellte Maria Hahn, die Kürten auf einem Ausflug ins Neandertal zunächst würgte und dann mit einer großen Schere erstach. Anschließend fuhr er nach Hause und kehrte wenig später mit einer Schaufel zu der Leiche zurück, um sie zu vergraben. Mutmaßlich weil er Angst hatte, mit ihrem Tod in Verbindung gebracht zu werden. Allerdings ließ ausgerechnet dieser Mord Kürten nicht los und er fertigte Bekennerbriefe und Skizzen des Tatorts an, die er der Polizei und der Zeitung zukommen ließ.

Nachdem die Dokumente eine Zeit lang nicht ernst genommen worden waren, fand man schließlich im November 1929 die Leiche von Maria Hahn, woraufhin Kürten festgenommen wurde. Im Jahr 1931 wurde er wegen neunfachen Mordes verurteilt und in Köln mit dem Fallbeil hingerichtet. Um die Psyche eines Serienmörders zu verstehen, bewahrte man zu Studienzwecken das Gehirn und den Kopf auf. Dieser fand nach dem Zweiten Weltkrieg in mumifiziertem Zustand seinen Weg in die USA, wo er heute im Museum „Ripleys’s Believe it or Not“ in Wisconsin ausgestellt ist.

Die Whitechapel-Morde: Jack the Ripper

Jack the Ripper ist wohl der bekannteste Name, wenn es um historische Mörder geht. Dabei ist seine Bekanntheit schon lange nicht mehr nur seinen Taten zuzurechnen – zahlreiche Filme, Bücher, Theorien und Legenden haben ihn zum Gegenstand. Vor einigen Jahrzehnten ist sogar sein Tagebuch gefälscht worden. Die Faszination, die von ihm ausgeht, gründet sich zum einen auf die außergewöhnlich brutalen Morde und zum anderen darauf, dass es niemals auch nur die geringste Spur gab. Trotz seines weltberühmten Namens ist die wahre Identität Jack the Rippers bis heute ungeklärt.

Fünf Morde können Jack the Ripper eindeutig zugerechnet werden. Sie haben sich alle in den 1880er-Jahren im Londoner Armenviertel Whitechapel ereignet, das damals überwiegend von Tagelöhnern, Flüchtlingen, Kriminellen und Prostituierten bevölkert war. Die Opfer waren allesamt Frauen, denen die Kehle aufgeschlitzt worden war. Die meisten Opfer hatten auch noch einen verstümmelten Unterleib. Im Zweiten der fünf Fälle war der Unterleib vollständig ausgeweidet worden.

Aufgrund der räumlichen Nähe und der Ähnlichkeit der Wunden ist davon auszugehen, dass alle Morde demselben Mörder zugerechnet werden können. Unter anderem die Art der Morde sowie die damals begrenzten forensischen Mittel führten dazu, dass Jack the Ripper nie gefunden wurde. Das Ende der Mordserie wird damit erklärt, dass er gestorben oder außer Landes geflohen ist.

 

Das Mordhotel des H. H. Holmes

 Nachdem der junge Henry Howard Holmes sein Medizinstudium abgeschlossen hatte, zog es ihn im Jahr 1886 aus seinem Heimatbundesstaat New Hampshire in die aufstrebende Metropole Chicago. Er schlug sich dort in Hochstaplermanier in verschiedenen Anstellungen durch, bis er genug Geld verdient hatte, um ein eigenes Haus mit Mietwohnungen zu errichten. Der eigentliche Zweck dessen war zu diesem Zeitpunkt nur ihm selbst bekannt. Damit der seltsame Grundriss und Aufbau allen Beteiligten verborgen blieb, wechselte er oft die Handwerker aus, die er nur punktuell an seinem Haus arbeiten ließ.

Nach der Fertigstellung vermietete Holmes die Wohnungen – überwiegend an junge Frauen. Im Zuge der Weltausstellung im Jahr 1893 ließ er das Haus in ein Hotel umbauen. Sowohl während der Zeit als Miethaus als auch während der Hotelzeit verschwanden mehr und mehr Frauen in Holmes’ Gebäude. Die Ermittlungen spitzten sich zu, sodass Holmes am Ende des Jahres 1893 aus der Stadt flüchten musste.

Auf der Flucht wurde er in Philadelphia wegen eines anderen Deliktes aufgegriffen. Endlich durchsuchte man in diesem Zuge auch sein Hotel: Gänge, die ins Nichts führten, luftdichte Räume, Gasöfen, eine versteckte Rutsche, Gruben mit Ätzkalk und ein Seziertisch wurden entdeckt. Alle, die ihn kannten, hatten Holmes für einen freundlichen Hotelier gehalten. Doch dieser hatte nachts in seinem Hotel jahrelang Serienmorde begangen, von denen er 27 gestand. 1896 wurde Holmes für seine Taten gehenkt – einige Monate zuvor brannte das „Hotel“ ab. Die Ursache ist bis heute unbekannt.

Delphine LaLaurie: Sklavenmörderin aus den Südstaaten

Nicht nur Männer, auch einige Frauen brachten es durch außergewöhnliche Morde und Mordserien zu zweifelhaftem Ruhm. Eine von ihnen war die wohlhabende Gesellschaftsdame Delphine LaLaurie, die in den 1830er-Jahren in New Orleans lebte und mehrere Sklaven hielt. Selbst für die damalige Zeit behandelte sie diese nicht angemessen, weswegen sie mit dem Gesetz in Konflikt kam. Tatsächliche Konsequenzen musste LaLaurie allerdings nie fürchten.

Das änderte sich an einem Abend im April 1834, als LaLaurie für einige Gäste ein Abendessen gab. In der Küche entstand ein Brand, der von der an den Herd geketteten Köchin gelegt worden war. Bei einer späteren Befragung gab sie an, dass sie sich aus Angst vor ihrer Herrin habe umbringen wollen. Es gab bereits Gerüchte darüber, dass sich gefolterte Sklaven auf LaLauries Dachboden befanden, woraufhin die Abendgesellschaft die Tür zum Dachboden aufbrach. Dort fand man sieben Sklaven vor, die an die Decke gekettet und verstümmelt waren. Einige von ihnen trugen eiserne Reifen mit nach innen gerichteten Zacken um den Hals. Darüber hinaus hatten sie viele Wunden und konnten sich kaum bewegen. LaLaurie entging allerdings ihrer Strafe und konnte sich nach Paris absetzen, wo sie später starb.

Wie teuer ist eine Bestattung?

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