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Am Abend vor Allerheiligen wird in den USA das Geister- und Gruselfest Halloween gefeiert, das seit einigen Jahrzehnten auch in Deutschland immer beliebter wird. Geschnitzte Kürbisse, passende Kostüme und Süßigkeiten sind feste Bestandteile des Abends, die wohl jeder sofort mit Halloween verbindet. Doch das Fest hat tiefergehende kulturelle Ursprünge und war früher ganz und gar kein Anlass zu freudigem Feiern und wohligem Spuk.

Wo liegen Ursprung und Bedeutung von Halloween?

Der Ursprung Halloweens, wie man es heute kennt, liegt in Irland. Dort glaubte man früher, dass in dieser Nacht die Verstorbenen zurück auf die Erde kommen – darunter auch Märtyrer und Heilige, die im Englischen Hallows heißen. Hiervon leitet sich der Name Halloween ab, der eine Verkürzung von All Hallows’ Evening ist (All Hallows’ bedeutet auf Deutsch Allerheiligen). Entsprechend wird Halloween am 31. Oktober, dem Abend vor Allerheiligen, gefeiert.

Worauf genau der irische Brauch zurückgeht, ist nicht vollständig geklärt. Einige Historiker sehen die Ursprünge bereits vor 2.000 Jahren im keltischen Fest Samhain, das den Übergang vom Herbst zum Winter bedeutete. Auch hier spielten Verstorbene eine Rolle, die am Abend des Samhain auf die Erde zurückkehrten.

Andere Forscher gehen davon aus, dass Halloween nicht keltischen Ursprungs ist und sich erst ab dem 18. Jahrhundert in Irland und Schottland belegen lässt. Die Schwierigkeit, Halloween eindeutig zurückzuverfolgen, liegt vor allem in der Überschneidung verschiedener Bräuche. Demnach lässt sich eine Verbindung zwischen Samhain und Halloween nicht zweifelsfrei feststellen.

Woher stammt der Kürbisbrauch?

Eindeutig zu belegen ist dagegen der Brauch des Kürbisaufstellens beziehungsweise Kürbisschnitzens. Dieser wurzelt in der keltischen Legende des Jack O’Lantern, einem Hufschmied, der den Teufel mehrfach austrickste, um seine Seele zu retten – und zwar immer am 31. Oktober eines Jahres. Als Jack im hohen Alter starb, fand er daraufhin weder im Himmel noch in der Hölle Einlass. Damit er nicht völlig im Dunkeln in der Zwischenwelt umherwandeln musste, gab der Teufel ihm eine glühende Kohle aus der Hölle. Weil diese aber zu heiß war, um sie mit bloßen Händen zu tragen, schnitzte Jack sich eine Rübe zurecht, in der er die Kohle tragen konnte.

Die Iren verwendeten ebenfalls Rüben bis sie in die USA einwanderten. Dort fanden sie statt Rüben überwiegend Kürbisse vor, woraufhin sie fortan Kürbisse als Laternen an Halloween verwendeten. Die bösen Fratzen in den Kürbissen sollten böse Geister vertreiben, wenn man sie abends in die Fenster stellt.

Was hat Halloween mit Süßigkeiten zu tun?

Früher waren es keine Kinder, die an den Haustüren klopften und um Süßes baten, sondern Angehörige der ärmeren Bevölkerung, die am Abend vor Allerheiligen bei den Wohlhabenden um Essen für ihre Verstorbenen baten. Die Gaben wurden auch Seelenkuchen genannt, denn nach Erhalt beteten die Armen als Dank für die Seelen der verstorbenen Angehörigen ihrer Spender, auf dass sie zum Himmel auffahren sollten.

Die Armen verkleideten sich dazu einerseits, um die Verstorbenen zu repräsentieren und andererseits, um nicht von bösen Geistern erkannt zu werden. Gaben die Reichen kein Essen aus, galt das als Sünde und ihre Häuser wurden daraufhin beschädigt. Hieraus leitet sich möglicherweise der Brauch ab, Häuser an Halloween mit Eiern zu bewerfen. Je nach Bundesland gilt das  übrigens heutzutage als Sachbeschädigung und kann geahndet werden.

Warum werden gruselige Kostüme getragen?

Die Geister, die in dieser Nacht zurück auf die Erde kamen, sollten mit allen Mitteln vertrieben werden. Daher verkleidete man sich mit gruseligen Fratzen, um sie abzuschrecken – früher beispielsweise mit Fellen, Leder und Waffen oder auch mit Tiermasken.

Heute haben sich die Verkleidungen zu den unterschiedlichsten Kostümen entwickelt, die noch oft etwas mit Skeletten, Geistern oder Vampiren zu tun haben. Der Ursprung bleibt aber – viele Kinder gehen auch als Tiere verkleidet.

Wie kam Halloween nach Deutschland?

Halloween ist, wie man meinen könnte, nicht etwa allein durch Filme und Unterhaltungsmedien aus den USA nach Deutschland gekommen, sondern war eine gezielte Initiierung der Wirtschaft. Im Jahr 1991 fand der Irakkrieg statt, was dazu führte, dass viele Deutsche nicht in der Stimmung für Karnevalsfeiern waren. Geschäfte und Firmen blieben deswegen auf ihren Karnevalskostüme und -schminke sitzen, was große Einbußen zur Folge gehabt hatte.

Geschäftsmänner suchten daraufhin nach Anlässen, die Waren doch noch verkaufen zu können und bewarben zu dem Zweck das Halloweenfest als neuen Feiertag im sonst eher dunklen Monat November. Produktpaletten wurden auf Halloween erweitert und auch von den Läden aufgegriffen. Das Konzept funktionierte. Halloween wurde tatsächlich gefeiert – und seitdem jedes Jahr in Deutschland.

Wie lange darf man in Deutschland feiern?

Halloween ist zeitlich mit dem christlichen Allerheiligenfest verbunden. Verschiedene Bundesländer gehen dieses unterschiedlich ernsthaft an. Deswegen ist es deutschlandweit auch nicht einheitlich, was an Halloween erlaubt ist und was nicht. In vielen Bundesländern ist das Tanzen an Allerheiligen verboten, weswegen Halloween dort auch entsprechend früh endet.

In Bayern ist es mit dem Fest um Mitternacht vorbei, wenn das Tanzverbot eintritt. In Nordrhein-Westphalen endet es am spätesten – um fünf Uhr morgens. Aber nicht alle Bundesländer haben eine entsprechende Regelung. Wer sichergehen will, sollte sich zuvor über sein jeweiliges Bundesland informieren.

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