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Wer im Herbst das Grab frisch bepflanzt, tut dem Boden etwas Gutes. „Die Lockerung versorgt Bodenorganismen mit mehr Luft und reduziert die Verdunstung“, sagt Felicia Carano vom Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege. Die Friedhofsblumen sollten jedoch gut mit kühlen Nächten zurechtkommen: Je nach Region können die Temperaturen im einstelligen Bereich liegen. Regnet es ausreichend, müssen sie wenig gegossen werden. Herbstlaub sollte man teilweise von der Grabstelle entfernen, damit empfindliche Bodendecker nicht faulen, empfiehlt die Pflanzenexpertin. Übrigens: Übrigens: Der Herbst ist die richtige Zeit, um Blumenzwiebeln für das Frühjahr zu setzen.

  • Astern
    Astern sorgen für farbige Akzente auf dem Grab. Neben den hohen Sorten gibt es auch niedrig bleibende Varianten: die Kissen-Astern. Sie blühen von September bis Oktober weiß, gelb oder rosa bis blau. Felicia Carano empfiehlt, die Stauden in Gruppen zu pflanzen. „Kissen-Astern können dichte, blütenreiche Teppiche bilden und sind für eine dauerhafte Bepflanzung geeignet. In kalten Wintern brauchen sie aber zusätzlichen Schutz.“

  • Chrysanthemen
    Herbst-Chrysanthemen gehören zu den klassischen Friedhofsblumen. Die anspruchslosen Stauden blühen in stimmungsvollen Farben von Oktober bis November in ungefüllten und gefüllten Varianten. Damit man lange Freude an den Stauden hat, empfiehlt Felicia Carano nur winterharte Sorten zu verwenden und vor allem im Winter Staunässe zu vermeiden. Wer auf den Symbolcharakter der Bepflanzung Wert legt, ist mit Chrysanthemen gut beraten: „Sie stehen unter anderem für Hoffnung, langes Leben und Liebe über den Tod hinaus.“

  • Heide
    Die weiß, rosa oder blau blühende Heide ist für die Grabbepflanzung sehr beliebt. „Sie steht unter anderem für Liebe, Leben, Krieg, Einsamkeit, Heim und Familie“, sagt Felicia Carano. Für eine ausdauernde Bepflanzung eignet sich Besenheide (Calluna) besser als Erica. In frostigen Wintern braucht aber auch sie Schutz. „Niedrige Calluna-Sorten lassen sich als Bodendecker einsetzen oder als Rahmenbepflanzung größerer Grabflächen aus Rhododendron, Kiefern oder Wacholder“, so die Pflanzenexpertin.

  • Herbst-Anemonen
    Herbst-Anemonen sind robuste Stauden, die bis in den Oktober hinein weiß, rosa oder rot blühen. Aufgrund ihrer Größe empfiehlt Felicia Carano, sie nur auf großen Grabflächen als Solitärstauden einzusetzen. Bis sie richtig eingewachsen sind, dauert es aber zwei Jahre. „Die Anemone steht für Erwartung und Hoffnung, Passion Christi, vergossenes Blut der Heiligen sowie für Krankheit und Tod“, so die Pflanzenexpertin.

  • Purpurglöckchen
    Das Purpurglöckchen blüht zwar bereits von Mai bis Juli, in den Herbst- und Wintermonaten besticht die wintergrüne Blattschmuckstaude jedoch durch ihr farbiges Laub, das je nach Sorte von goldgelb bis weinrot Akzente setzt. Die Staude fühlt sich im Halbschatten wohl und bleibt kompakt und buschig. „Gerade die Zwergsorten von Purpurglöckchen eignen sich für kleine Gräber“, sagt Felicia Carano. „Die Staude kommt am besten einzelnstehend zur Geltung und ist ein wunderbarer Begleiter zur Herbstbepflanzung.“

  • Scheinbeere
    Die Scheinbeere ist ein langlebiges, immergrünes Gehölz, das das ganze Jahr über als Grabbepflanzung attraktiv ist. „Im Sommer trägt sie weiße Blüten, im Herbst wirkt sie mit ihren dunkelgrünen Blättern und weißen, rosa oder roten Beeren sehr edel“, sagt Felicia Carano. Die Scheinbeere fühlt sich im Halbschatten bis Schatten auf sauren, torfhaltigen Böden wohl. Auf größeren Gräbern kann sie mit Heide, Rhododendren und Azaleen kombiniert werden.

  • Ziergräser
    Ziergräser geben niedrigen Grabbepflanzungen Höhenwirkung und Struktur. „Die filigrane Textur des Laubes macht die Pflanzkombinationen spannend und abwechslungsreich“, sagt Felicia Carano. Die Auswahl an Sorten ist groß, sodass es für jede Grabstätte der Größe und dem Standort entsprechend ein passendes Gras gibt. Für den Herbstschmuck empfiehlt die Pflanzenexpertin Kalmus mit grün-gelbem Laub. Die Pflanze ist allerdings nicht winterhart.

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